Statement zum Terrorangriff auf Israel

Die Universität Wien verurteilt den Terrorangriff auf Israel. Wir sind entsetzt über das Ausmaß der Gewalt, die zu so vielen Toten und Verletzten geführt hat.

Wir fühlen mit unseren Kolleg*innen an der Universität Wien, die sich um ihre Familien und Freund*innen in der Region sorgen.

Inständig hoffen wir, dass die Gewalt bald ein Ende findet und die Sicherheit wiederhergestellt wird.

(Wien, Oktober 2023)

Antisemitismus und die Verharmlosung von Terror haben keinen Platz an der Universität Wien. Beschmierungen wurden und werden umgehend zur Anzeige gebracht und entfernt.

Meldung von Vorfällen an rrm.sicherheit(at)univie.ac.at.

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Antisemitismus und die Verharmlosung von Terror haben keinen Platz an der Universität Wien. Eine Stellungnahme

Die Evangelisch-Theologische und die Katholisch-Theologische Fakultät sowie das Institut für Islamisch-Theologische Studien der Universität Wien sind entsetzt über die israelfeindlichen und antisemitischen Parolen, die am Wochenende an die Wände des Campus am Alsergrund geschmiert wurden.
Aussagen zur Vernichtung Israels verurteilen wir auf das Schärfste! Das unveräußerliche Existenzrecht Israels darf nicht in Abrede gestellt werden. Obendrein blenden die Parolen aus, dass sich der Terror der Hamas auch gegen die palästinensische Bevölkerung selbst richtet und den Tod unschuldiger Menschen verursacht.
Wir hoffen auf eine Lösung, die ein friedliches Zusammenleben aller in Israel, in den Palästinensergebieten und in den arabischen Nachbarländern lebenden Menschen ermöglicht, das auf einer demokratischen und toleranten Haltung ohne religiösen Fundamentalismus beruht.
Das Recht auf Meinungsfreiheit gilt in einer Demokratie ebenso wie in den Universitäten unter Beachtung der Menschenrechte und Mitmenschlichkeit. Die Universität als Ort eines offenen, informierten und freiheitlichen Diskurses darf nicht zu Hass, zu Polemik und Geschichtsverfälschung sowie zur Unterstützung des Terrors der Hamas und eines politischen Islams missbraucht werden.
Als Fakultäten und Institut sind wir bestrebt, antisemitischen und antijüdischen Tendenzen – auch in kritischer Reflexion unserer eigenen Traditionen – mit theologischer und religionswissenschaftlicher Expertise entgegenzuwirken.


Univ.-Prof.in Dr.in Uta Heil (Dekanin der Evangelisch-Theologischen Fakultät)
Univ.-Prof.in Dr.in Handan Aksünger-Kizil (Vorständin des Instituts für Islamisch-Theologische Studien)
Univ.-Prof.in Dr.in Andrea Lehner-Hartmann (Dekanin der Katholisch-Theologischen Fakultät)

(Wien, 31. Oktober 2023)